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Steigende Milchpreise

 

1. August 2007

Essen (ddp.djn). Die Grünen rufen zum Protest gegen die angekündigten Preissteigerungen bei Milchprodukten auf. Die Verbraucher sollten sich dagegen wehren und einen genauen Preisvergleich anstellen", sagte die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Bärbel Höhn, der Essener "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht.

Von den steigenden Preisen profitiere der Handel, während die Bauern nur ein paar Cent mehr erhielten. Höhn nannte es "Irrsinn", hoch subventionierte Produkte in alle Welt zu exportieren. Dies sei Steuerverschwendung. Der Verbraucher zahle doppelt. "Er muss für die Agrarsubventionen der EU aufkommen und nun tiefer in die Tasche greifen, weil wegen der steigenden Nachfrage immer mehr Produkte auf dem Weltmarkt angeboten werden", sagte Höhn.

Sie forderte stattdessen eine Umverteilung bei den Agrarbeihilfen. "Sie fließen momentan an die großen Betriebe, der kleine Milchbauer im Sauerland sieht davon wenig", monierte sie. Die Prämien für die Fläche müssten stärker umverteilt werden. Betriebe, die ökologisch und umweltverträglich wirtschaften, sollten mehr profitieren als bisher.