Neues von den Bundestagsbienen

  

10. Dezember 2016: Bienenraten

Es ist interessant, wie immer wieder Medien über die Bundestagsbienen berichten. Jetzt in der Sendung „Der Quiz-Champion“ gab es zur besten ZDF Sendezeit am Samstagabend eine Frage zum Bundestags-Honig

21. November 2016: Die Bundestags-Bienen sind schwer unterwegs.

 Bei über 12 Grad geht es vor dem Flugloch richtig ab. Eigentlich nicht gut für diese Jahreszeit. Normalerweise drängen sich die Bienen bei Kälte ganz dicht aneinander und heizen ihre Umgebung durch Bewegungen ihrer Brustmuskulatur auf rund 35 Grad auf. So geht das jetzt bis in den Frühling. Dabei ziehen sie über die gefüllten Waben und ernähren sich weiter.

27.Juli 2016: Bundestags-Honig

Seit dem Frühjahr gibt es einen Bienenstock am Reichstagsgebäude direkt neben meinem Büro. 50.000 Bienen haben bisher fleißig Pollen und Nektar gesammelt. Jetzt habe ich zusammen mit dem Imker Dr. Benedict Polaczek von der FU Berlin die Waben geschleudert. Zunächst haben wir die Holzrähmchen mit den Honigwaben aus dem Bienenstock geholt, danach haben wir den Honig im Gebäude, mit den entsprechenden technischen Hilfsmitteln, geschleudert. Die „Beute“ (übrigens: auch das Zuhause der Bienen, bei uns ein Holzkasten-System, heißt im Imkerlatein "Beute") diesmal: rund 30 kg feinster Honig von Blüten aus dem Tiergarten, hauptsächlich von der Linde. Zusammen mit der ersten Schleuderung 7 Wochen zuvor, kommen wir nun auf knapp 50 kg Bundestags-Honig. Dieser wird unter dem Namen “Bundestagsblüte“ ab September hier den Abgeordneten-Büros zum Kauf angeboten. Aufgrund des begrenzten Ertrages haben wir uns dagegen entschieden, den Honig öffentlich zu verkaufen. Der Verkaufserlös wird größtenteils an ein Projekt gespendet, welches das Nahrungsangebot für Bienen verbessern will – bspw. über das Anlegen von Blühwiesen. In immer mehr ländlichen Gegenden finden die Bienen aufgrund von Monokulturen nicht mehr genügend Blühpflanzen, insbesondere wenn die Rapsblüte vorbei ist. Mittlerweile gibt es immer mehr Anzeichen, dass es den Bienen in der Stadt und in den stadtnahen Gebieten gesundheitlich besser geht. Sie haben ein abwechslungsreicheres Blütenangebot und sind deutlich weniger Pestiziden ausgesetzt.

25. April 2016: Bienen im Bundestag

Nach einem erfolgreichen Probelauf im letzten Jahr wurde jetzt ein kompletter Bienenstock neben meinem Büro eingeweiht. 50.000 Bienen können nun täglich in den Tiergarten fliegen, um Pollen und Nektar zu sammeln. Im Sommer soll dann der erste Bundestagshonig geschleudert werden. Die Umgebung mit dem Tiergarten und den vielen Linden ist ideal für die Bienen, auch weil in der Stadt deutlich weniger Pestizide verspritzt werden, als auf dem Land. Mittlerweile geht es den Bienen oftmals in den Städten und stadtnahen Gebieten besser, weil dort das Blütenangebot vielfältiger ist und sie nicht mit so vielen Pestiziden konfrontiert sind. Wir müssen etwas für die bestäubenden Insekten tun. Deren Rückgang in den letzten Jahren ist teilweise dramatisch. Auch bei den Bienen hat es große Einbrüche gegeben. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Krankheitserreger, Monokulturen, das Wegbrechen von Lebensräumen und die industrielle Landwirtschaft mit ihren Pestizideinsätzen. Hier setzen besonders die sogenannten Neonicotinoide (Neonics) den Bienen stark zu. Eigentlich wurde diese Pestizidgruppe durch die EU verboten, jetzt plant die Bundesregierung aber eine deutliche Aufweichung dieses Verbotes. Das halten wir für grob fahrlässig. Der Vorschlag ignoriert den Stand der Wissenschaft, der deutlich zeigt, wie schädlich Neonicotinoide sind. Die Bundestags-Bienen werden jetzt dauerhaft ihr Quartier neben dem Reichstag beziehen. Sie stammen von der Freien Universität Berlin, Fachrichtung Bienenhaltung. Einen besonderen Dank geht deswegen an Prof. Dr. Einspanier und Dr. Polaczek, der auch der Vorsitzende der Berliner Imker ist.

02.Juli 2015: Seit heute Morgen summt es auch am Bundestag.

2000 Bienen haben in einem Bienenstock am Reichstag ihr neues Zuhause gefunden. Seit einigen Jahren geht die Bienenpopulation zurück. Der auf Initiative der Abgeordneten Bärbel Höhn und Martin Burkert aufgestellte Bienenstock soll helfen diesen Trend zu brechen. Das Bienensterben hat viele Gründe: Krankheitserreger, die industrielle Landwirtschaft mit ihren Pestizideinsätzen, Monokulturen oder das Wegbrechen von Lebensräumen. Damit dieses Schicksal nicht auch die Bundestags-Bienen ereilt, wird die Aktion von einem Imker fachmännisch betreut. Dr. Benedict Polaczek unterrichtet Bienenhaltung an der FU Berlin. Dorthin werden die also nicht nur fleißigen, sondern auch schlauen Bienen im Oktober zurückkehren – alleine überwintern können sie erst ab 5000 Tieren. Ein ganzer Stock versammelt rund 60 000 Bienen. Einen solchen aufzustellen wird wahrscheinlich im nächsten Jahr möglich. Der Probelauf mit 2000 Tieren entstand nach viel Aufklärungsarbeit als Kompromiss.Wenn also alles gut geht, wollen wir im nächsten Jahr aufstocken und können dann hoffentlich auch einen Bundestagshonig anbieten.