14.12.2012

Schwarz-Gelb ist der Tierschutz nichts wert

Gestern Nacht wurde die Novelle des Tierschutzgesetzes im Bundestag verabschiedet. Dabei wurden selbst die kleinsten Vorschläge für Verbesserungen den Lobbyinteressen der wahlkämpfenden Schwesterpartei in Niedersachsen geopfert. So bleibt der schmerzhafte Schenkelbrand bei Pferden weiter erlaubt und auch die betäubungslose Ferkelkastration läuft noch bis 2019.

Der Entwurf von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner wurde durch zahlreiche Änderungen der Koalitionsfraktionen abgeschwächt, verwässert und ungeniert den Interessen diverser Lobbygruppen geopfert.  Die Blamage von Ministerin Aigner ist unbeschreiblich, sie muss jetzt zu Hause in Bayern erklären, warum sie von ihren eigenen Koalitionsabgeordneten düpiert worden ist. "Nicht auszuschließen, dass im Dauerkoalitionsstreit die FDP aus Groll über die erzwungene Zustimmung zum Betreuungsgeld bei diesem Thema zurückgeschlagen hat.", kommentiert Bärbel Höhn den Vorgang.